Koffer

Die Ausstellung “Ein Koffer für die letzte Reise – Einmal jenseits und zurück” im Museumsquartier Wien soll dazu anregen sich mit der Tatsache auseinanderzusetzen, dass das Leben endlich ist. Und genau darum, so betonen die Ausstellungsmacher, gehe es ihnen letzten Endes: dass nicht nur die Menschen, die für dieses Projekt einen Koffer gepackt haben, sondern auch die Betrachter über das Leben nachdenken:
Was ist wirklich wichtig, was bleibt?
Die Ausstellung zeigt, was Menschen auf ihre letzte Reise mitnehmen würden, präsentiert ganz individuelle und persönliche Auseinandersetzungen mit dem Tod und jene Dinge und Menschen die im Leben eine große Bedeutung haben.

Vielleicht erleichtern irdische Freuden wie eine Flasche Rotwein, eine Packung Zigaretten, Musik-CDs, etc. den Weg in eine andere Welt?
Sie führt gedanklich an die Schwelle zum letzten Augenblick und wieder zurück ins Leben.

Die Kofferinhalte sind so vielfältig und unterschiedlich wie die Individuen, die ihren Koffer für die letzte Reise gepackt haben; z.B.: Packt ein 64-jähriger Fleischhauer die Worte: „Nein“, „Entschuldigung“, „Danke“ und „Liebe“ ein, weil diese Worten seine Einstellung zum Leben und seine Beziehungen zu geliebten Menschen am besten ausdrücken.
Andere Koffer bleiben leer mit der Begründung:
„Ich kam ohne Gepäck und ich gehe ohne“
Gedanken und Gefühle zum Tod, die beim Packen aufgekommen sind, kann man neben den ausgestellten Koffern nachlesen.

Fritz Roth, der Initiator der Kofferausstellung möchte mit dem Kunstprojekt:
„Ein Koffer für die letzte Reise“ dazu auffordern, sich zu besinnen auf:
- Die Endlichkeit des Lebens
- Die Notwendigkeit der Identifikation auf das individuell Wesentliche im Leben